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Kategorie: Wissenschaft

Ein Fall für Greenpeace: Windräder produzieren Atommüll

Im Anschluss ein interessanter Artikel, welcher auch die in unserem Wald geplanten Windkraftanlagen des Typs Vestas V112 betrifft. Diese sind nämlich mit je 65 kg des beschriebenen Neodyms bestückt!!!

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Quelle: http://www.achgut.com/artikel/greenpeace_uebernehmen_sie_windraeder_produzieren_atommuell/

Von Dr. Ludger Weß

Die neueste Generation der Windkraftanlagen hat kein Getriebe mehr, sondern einen Direktantrieb. Das, so schwärmt Prof. Dr.-Ing. Friedrich Klinger von der Forschungsgruppe Windenergie, ist „die Zukunft der Windkraft“.Auf den ersten Blick haben die Anlagen mit Direktantrieb nur Vorteile: 60% der Ausfälle deutscher Windkraftanlagen werden durch defekte Getriebe, Wellen, Kupplungen und den Generator verursacht.  Direktgetriebene Windkraftanlagen haben diese Teile nicht. Sie laufen dadurch störungsfreier, benötigen auch keinen Getriebeölwechsel, ihre Energieausbeute ist höher, und sie eignen sich daher wunderbar für schlecht zugängliche Offshore-Anlagen – alles bestens also?

Nicht ganz, denn die Vereinfachung zwingt zu anderen Generatoren. In konventionellen Windrädern mit Getriebe wird der Strom durch einen Elektromagneten erzeugt, dessen Drehgeschwindigkeit dank des Getriebes sehr hoch ist. Ohne Getriebe laufen die Generatoren dagegen mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Rotoren. Unter diesen Bedingungen benötigt man Ringgeneratoren. Auch hier kann man Elektromagnete einsetzen, handelt sich damit aber wieder Nachteile in Form von Größe und Gewicht sowie von Verschleißteilen (Schleifringe) ein. Viele Hersteller setzen daher statt eines Elektromagneten Permanentmagnete ein, die ein so starkes Magnetfeld erzeugen, dass eine nur 1,5 cm dicke Permanentmagnetscheibe eine 10-15 cm lange Kupferspule ersetzen kann.

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens trend:research zufolge hatten 2009 40% der neu installierten Anlagen ein Getriebe, aber weil die große Mehrheit der Hersteller an getriebelosen Anlagenkonzepten arbeitet, geht die Studie für Deutschland von einem drastischen Rückgang der Anlagen mit Getriebe aus. 2020 werden ca. 55% aller dann vorhandene Anlagen einen Direktantrieb haben. Bis auf einen Hersteller – Enercon – setzen derzeit alle auf Direktantriebe mit Permanentmagneten.

Um solche starken Permanentmagneten zu erzeugen, sind Metalle der so genannten Seltenen Erden nötig, vor allem Neodym, das zum Aufbau von starken Neodym-Eisen-Bor-Magneten genutzt wird. Als Faustregel gilt: pro Megawatt Leistung benötigt ein Direktantrieb ca. 200 kg Neodym. Für eine 5MW-Anlage, wie sie etwa in im alpha ventus Windpark vor Borkum eingesetzt wird, wird also eine Tonne Neodym benötigt. „Neodym aber ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls nicht zu haben, denn es kommt nur in chemischen Verbindungen vergesellschaftet mit anderen sog. Lanthanoiden vor – und mit radioaktiven Elementen,  z. B. Thorium oder Uran.“

Hier fangen die Probleme an: bei der Abtrennung vom Gestein entstehen giftige Abfallprodukte; bei der Aufkonzentrierung mittels Flotation entstehen Flotationsberge in Absinkbecken, von denen wiederum Schwermetalle, Giftstoffe und radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium in gelöster Form ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen können. Dammbrüche dieser Becken hätten katastrophale Folgen für die Umgebung. Auch aus dem Abraum können Schwermetalle sowie radioaktive Begleitstoffe ins Grundwasser gelangen.

Da das radioaktive Thorium derzeit nicht verwendet wird, häuft es sich rund um die chinesischen Minen, aus denen derzeit 97% der Weltproduktion an Neodym stammt, in riesigen Mengen unter freiem Himmel an: allein rund um den „See der seltenen Erden“ (40.632324, 109.685440), einem riesigen Auffangbecken für die wässrigen Abfallprodukte des Abbaus nahe der mongolischen Stadt Baotou, lagern bereits jetzt ca. 90.000 Tonnen Thorium. Chinesische Blogger berichten, dass Seltene Erden nicht nur in den bekannten Minen um Bayan Obo und Baotou, sondern in großem Stil und illegal in etwa 4.000 Abbaustätten rund um Ganzhou der Provinz Jiangxi abgebaut wird. Aus Bayan Obu stammt etwa die Hälfte des in China produzierten Neodyms. Hinzu kommt, dass die Arbeitsbedingungen in den Minen größtenteils katastrophal, d.h. gefährlich und extrem gesundheitsschädigend sind.

China ist Lieferant für ca. 97% des weltweit verbrauchten Neodyms, von dem bereits 2006 etwa 55% für den Bau von Windrädern und zu einem geringeren Teil für Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge verbraucht wurden. Neodym findet sich darüber hinaus in Kleinelektronik (Festplatten, Lautsprecher) und medizinischen Geräten (Kernspintomographen). Die Weltproduktion belief sich 2006 auf 137.000 Tonnen, aber China reduzierte die Verfügbarkeit auf dem Markt, so dass 2008 nur ca. 17.000 Tonnen verfügbar waren. Der Jahresbedarf wird für 2014 auf 200.000 Tonnen geschätzt. Die Preise entwickelten sich entsprechend, sie stiegen von $42 pro kg im April 2010 zu $334 pro kg im Juli 2011.

Um sich von der chinesischen Monopolstellung unabhängig zu machen, wird derzeit in Australien ebenso wie in Kalifornien und Grönland darüber nachgedacht, vor Jahren still gelegte Minen in Gebieten mit Vorkommen von Seltenen Erden wieder zu eröffnen. Auch wenn Arbeitsschutz- und Umweltstandards in diesen Minen besser sind als in China, regt sich in einigen Ländern bereits jetzt Widerstand von Umweltgruppen gegen die Wiederaufnahme der Förderung. Murphy&Spitz Research, das Unternehmen auf Nachhaltigkeit analysiert und bewertet, kommt Mitte 2011 zu dem Urteil, dass es derzeit auf dem Weltmarkt kein nachhaltig gewonnenes und aufbereitetes Neodym am Markt gibt.

Von Greenpeace, das ja auch und gerne Ökostrom aus Windkraftanlagen verkauft, hört man in dieser Sache nichts. Während sonst auch noch die kleinste Lötstelle eines neuen Smartphones von den Regenbogenkriegern auf nachhaltige Produktion und Ökostandards geprüft wird und Hersteller, die als Sünder überführt werden, gnadenlos an den Pranger kommen, drückt man bei tausenden von Tonnen Neodym beide Augen zu – ist ja für eine gute Sache. Da beschweigt man lieber, dass der saubere Windstrom eine schmutzige Seite hat und versichert treuherzig:  „Wir liefern Strom, der aus Ökokraftwerken kommt – garantiert ohne Kohle und Atom“. Bislang hat sich kein Greenpeace-Aktivist an einem Neodym-haltigen Windrad angekettet. Kommentare auf dem Greenpeace-Blog, die sich auf Neodym-Verwendung in Windkraftanlagen beziehen, bleiben unbeantwortet. Im Greenpeace-Magazin, dass sich in Heft 2/2011 im Rahmen der Serie „Wieso, weshalb, warum?“ mit „Seltenen Erden“ beschäftigt, wird auf einer Infografik unter dem schönen Titel „Seltene Erden – knapp und unverzichtbar“ zwar angerissen, dass bei deren Abbau „radioaktive Rückstände“ anfallen. Aber, so lautet die frohe Kunde: „China gibt an, den Export aus Umweltschutzgründen zu begrenzen.“

 

 

Umwelt-Sorge mit Ökostrom

2016-09-06 05_57_32-Umwelt-Sorge mit Ökostrom - kurier.at - Internet Explorer

Frage: Würden Sie lieber Windenergie statt Wasserkraft forcieren?

Franz Maier: Nein. Auch für Wind gilt: Statt neue Windräder aufzustellen, sollten lieber die bestehenden verstärkt werden. Und statt neue Windparks zu errichten, sollten die bestehenden verdichtet werden. Denn die besten Windstandorte sind längst besetzt.

 

Lesen hier den ganzen Artikel: http://kurier.at/wirtschaft/umwelt-sorge-mit-oekostrom/219.457.048

Polens oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt 2 km Mindestabstand zu Gebäuden (März 2016)

2016-05-30 08_51_01-Position of the National Institute of Public Health – National Institute of Hygi

Position of the National Institute of Public Health – National Institute of Hygiene on wind farms

„Das Nationale Institut für Gesundheit und Hygiene ist der Ansicht, dass Windparks, die zu nahe an Gebäuden, welche für dauerhafte menschliche Besiedelung bestimmt sind liegen, auf die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in ihrer Nähe einen negativen Einfluss haben können.“

So ist Polen (nach Bayern) nun ein weiteres Land in unserer unmittelbaren Umgebung, welches seine Mindestabstände zu Wohnbebauung nach oben korrigiert hat und tatsächlich negative Einflüsse auf die Gesundheit der Menschen attestiert. Das nenne ich einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien! Während man bei uns geil vor Geldgier jeden Hinweis und jede Studie zu diesem Thema lapidar beiseite wischt und die Kritiker lächerlich macht, werden sich Regierungen anderer Länder der Gefahren immer mehr bewusst und handeln danach. Die Namen der Verantwortlichen heute bei uns werden jedoch auch noch in 20, 30 und mehr Jahren nicht vergessen sein!

Da unter akustischen und medizinischen Standpunkten eben nicht nur Hörschall, sondern ebenfalls tieffrequenter und Infraschall sowie die Schwingungen/Vibrationen hervorgerufen durch Körperschall berücksichtigt werden müssen, kann einzig ein Mindestabstand von 3 km einem Minimierungsgebot von Gefahren durch WKA-Schall Genüge tun! Die Erfahrungen Betroffener bestätigen dies. Einen Schutz für alle Anwohner von WEA würden auch 3 km – Abstände nicht bieten können – wir reden also von Minimalforderungen!

Die Forderung von 67% der Traismaurer Bevölkerung bei der letzten Volksbefragung und der Nachbargemeinden Herzogenburg und Sitzenberg-Reidling, einen 3 km Mindestsicherheitsabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung einzuhalten, kann daher nicht ignoriert werden! 658 Befürworter des Windkraftprojektes in unserem Wald dürfen nicht über 10.282 Gegner dieses Projektes bestimmen! Das muss doch einleuchten!

Oben im Link finden Sie den Originalbeitrag – im Folgenden eine deutsche Übersetzung:

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Polens oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt 2 km Mindestabstand zu Gebäuden

Das Nationale Institut für Gesundheit und Hygiene ist der Ansicht, dass Windparks, die zu nahe an Gebäuden welche für dauerhafte menschliche Besiedelung bestimmt sind liegen, auf die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in ihrer Nähe einen negativen Einfluss haben können.

Die Risikofaktoren für die menschliche Gesundheit, die das Institut in Betracht genommen hat, sind wie folgt:

  • die emittierten Geräuschpegel und ihre Abhängigkeit von den technischen Spezifikationen der Windturbinen, die Windgeschwindigkeit, sowie die Landschaftsformen und Landnutzung rund um den Windpark,
  • aerodynamische Geräuschpegel einschließlich Infraschall-Emissionen und niederfrequente Rauschkomponenten,
  • die Art der emittierten Geräusche, unter Berücksichtigung ihrer Modulations- / impuls / tonalen Eigenschaften und die Möglichkeit der Interferenz von Wellen von mehreren Turbinen abgestrahlt,
  • die Gefahr von Eisschlag von Rotoren fortgeschleudert,
  • das Risiko eines Turbinenausfalls mit einem herabstürzenden Rotorblatt oder einem Teil davon,
  • der Schattenwurf – Flackereffekt,
  • die elektromagnetische Strahlungspegel (in unmittelbarer Nähe von Turbinen),
  • die Wahrscheinlichkeit von Schlafstörungen und Lärmausbreitung in der Nacht,
  • die Höhe der Belastung und Wahrscheinlichkeit von Stress sowie Depressionssymptomen die (in Folge von Langzeiteinwirkung) auftritt, bezogen sowohl auf Geräuschemissionen und die Nichtakzeptanz der Geräuschquelle.

Nach Ansicht des Instituts sind Gesetze und Verordnungen bezüglich Einrichtungen wie Windkraftanlagen die derzeit in Polen in Kraft sind nicht nur unzureichend, (in Bezug auf Risikofaktoren, in der Praxis, nur den Geräuschpegel betreffend), aber auch mangelhaft um ein ausreichendes Maß zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten. Die Methodik die zur Zeit für die Umweltverträglichkeitsprüfung von Windparks (einschließlich der menschlichen Gesundheit) verwendet wird, ist ungeeignet bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 5 m / s. Darüber hinaus wird nicht der gesamte Frequenzbereich berücksichtigt (insbesondere Niederfrequenz) sowie Störpegel.

Nach Ansicht des Instituts ergibt sich auf Grund des derzeitigen Fehlens eines umfassenden Rechtsrahmens bezüglich der Bewertung von Gesundheitsrisiken durch den Betrieb von Windparks in Polen ein dringender Bedarf eine umfassende Methodik zu entwickeln und umzusetzen, nach welcher der ausreichende Abstand von Windturbinen zu menschlichen Behausungen bestimmt werden kann. Die Methodik sollte alle oben genannten potenziellen Risikofaktoren berücksichtigen, und das Ergebnis sollte die ungünstigste Situation widerspiegeln. Neben Landschaftsformen und Landnutzungseigenschaften, sollte die Methodik auch die Kategorie, die Art, Höhe und Anzahl der Turbinen eines bestimmten Windparks, als auch die Lage anderer Windparks in der Nähe berücksichtigen. Ähnliche gesetzlichen Regelungen basierend auf komplexen numerischen Algorithmen die zur Bewertung von mehreren Kriterien abzielen werden derzeit in der Welt eingesetzt.

Das Institut ist sich der Tatsache bewusst, dass aufgrund der Vielfalt der Faktoren und der komplizierten Natur eines solchen Algorithmus, dessen Entwicklung innerhalb eines kurzen Zeitraums sich als sehr schwierig erweisen kann. Somit erscheint die Vorschreibung von einem Mindestabstand von Windkraftanlagen von Gebäuden die für dauerhafte menschliche Tätigkeit bestimmt sind eine effektive und einfachere Lösung. Diese Entfernungskriterien sind auch ein weitverbreiteter Rahmen zur Regelung dieses Standards.

Gestützt auf die oben genannten Punkte, bis eine umfassende Methodik für die Bewertung der Auswirkungen von industriellen Windparks auf die menschliche Gesundheit entwickelt wird, empfiehlt das Institut 2 km als Mindestabstand von Windparks zu Gebäuden. Die empfohlenen Werte ergeben sich aus einer kritischen Bewertung der veröffentlichten Forschungsergebnisse in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften die in Bezug auf alle potenziellen Risikofaktoren für die durchschnittliche Entfernung in der Regel innerhalb der folgenden Grenzen festgelegt werden:

  • 0,5-0,7 km, oft als Ergebnis von Berechnungen erzielt, wobei der Geräuschpegel (dBA) den aktuell zulässigen Werten entspricht (ohne Berücksichtigung von Anpassungen für die Impuls / tonal / Modulationmerkmale am vorderen Ende des Rotors emittiert),
  • 1,5-3,0 km, entstanden vom Lärmpegel, unter Berücksichtigung der Modulation, Niederfrequenzen und Infraschallpegel,
  • 0,5-1,4 km, im Zusammenhang mit dem Risiko von Betriebsschäden von Windturbinen mit einem gebrochenen Rotorblatt oder einem herunterstürzenden Teil davon (abhängig von der Größe des Stückes und seinem Flugprofil, Rotordrehzahl und Turbinentyp),
  • 0,5-0,8 km, in denen die Gefahr von Eis, von den Rotoren geschleudert wird (Eiswurf, abhängig von der Form und der Masse des Eises, Rotordrehzahl und Turbinentyp),
  • 1,0-1,6 km, unter Berücksichtigung des Pegels der Lärmbelästigung (zwischen 4% und 35% der Bevölkerung bei 30-45 dBA) für die Menschen die in der Nähe von Windparks leben,
  • Der Abstand von 1,4 bis 2,5 km, im Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit von Schlafstörungen (im Mittel zwischen 4% und 5% der Bevölkerung bei 30-45 dBA),
  • 2,0 km, im Zusammenhang mit dem Auftreten von möglichen psychologischen Auswirkungen aus wesentlichen Landschaftsveränderungen (bezogen auf den Fall, in dem die Windturbine ein dominantes Landschaftselement ist und die Rotorbewegung von jedem Standort aus von Menschen deutlich sicht – und spürbar ist),
  • 1,2-2,1 km, für den Schattenwurf-Effekt (für die mittlere Windturbinenhöhe in Polen, einschließlich des Rotors, von 120 bis 210 m).

In ihren Stellungnahmen hat das Institut auch die empfohlenen Abstände von Windparks zu Gebäuden berücksichtigt, wie von Experten, Wissenschaftler, sowie zentrale und lokale Regierungsbehörden auf der ganzen Welt gefordert (in den meisten Fällen sind von 1,0 bis 5,0 km empfohlen).