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Die Bürgerinitiative „Bürger FÜR Bürger – FÜR Traismauer“ formiert sich

Es wird bekannt, dass beim geplanten Windpark jetzt plötzlich KEINE Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen ist, obwohl dies der Bevölkerung vor der Volksbefragung so „verkauft“ wurde. Viele Bürger fühlen sich hinters Licht geführt. Es entsteht ein Personenkomitee (Bürger FÜR Bürger – FÜR Traismauer), das sich zum Ziel gesetzt hat, die Bevölkerung umfassend und unabhängig zu informieren.

Immer mehr Bürger sprechen sich gegen das geplante Projekt aus und fühlen sich von den Initiatoren, allen voran von Bürgermeister Pfeffer, hintergangen. Es werden Unterschriften gesammelt, mit welchen eine Volksbefragung mit folgendem Inhalt gefordert: Soll der Gemeinderat der Stadtgemeinde Traismauer nur dann Flächen für Windkraftanlagen widmen, wenn diese Flächen einen Mindestabstand von 3.000 Metern zu gewidmetem Wohnbauland bzw. Wohnbauland-Reserve aufweisen?“ JA / NEIN

Wie sich später herausstellen sollte, wird uns genau diese Formulierung zum Verhängnis. Bürgermeister Pfeffer schmettert den ganzen Initiativantrag, also die Abhaltung der Volksbefragung, welche uns laut Österreichischem Recht (Gemeindeordnung §16) zustehen würde mit Hilfe eines „Gutachtens“ ab. Die Fragestellung sei suggestiv. Selbstverständlich hätte er die Möglichkeit gehabt, die Fragestellung umzuformulieren – was er nicht tat. Dafür behauptet er ständig, wie wichtig im die Anliegen aller Bürger wären. Wir sehen hier einen Widerspruch! Wie sie später lesen können, hat Bürgermeister Pfeffer ja auch kein Problem die Formulierung des zweiten Initiativantrages abzuändern. Zur Abhaltung der Volksbefragung  schließlich von Aufsichtsbehörden, der Landesregierung und des SPÖ-Landesclubs aufgefordert, wird er letztlich unsere geforderte Formulierung zu seinen Gunsten ändern!

Zu diesem Zeitpunkt herrscht auch im ehemaligen Vorreiterland für Windkraftanlagen Dänemark plötzlich Flaute. Dort wird das Thema „Macht Infraschall von Windkraftanlagen krank“ diskutiert. In Dänemark wird der Bau solcher groß dimensionierter Anlagen vorerst gestoppt. Im Auftrag der Regierung ermittelt ein Krebsforschungsinstitut, inwieweit der Infraschall ausgehend von Windkraftanlagen gesundheitsschädlich für die Menschen ist. Ein Ergebnis wird 2017 erwartet.

5 Ärzte von Traismauer beschäftigen sich mehr mit dem Thema „Infraschall“ und schließen sich dem Komitee an. Sie fordern mehr Sicherheitsabstand der Windkraft-Großanlagen zum Wohngebiet.